Cross-Border Payments

Global Instant Payments: Planbar wie im Inland

Thomas Riedel

Thomas Riedel

Director Product Management

  • 04.11.2026
  • Lesezeit 3 Minuten
Global Instant Payments
Key Takeaways
  • Kunden messen Auslandszahlungen an der Planbarkeit von Inlandszahlungen: Preis, Tempo und Zustellbarkeit müssen vorab klar sein.

  • Das Swift Payments Scheme liefert dafür einen verbindlichen Rahmen, den etablierte Banken auf ihrer bestehenden Infrastruktur nutzen können.

  • PPI setzt das Scheme mit dem TRAVIC-Payment Hub um; eine erste Teststrecke ins Vereinigte Königreich sammelt bereits praktische Erfahrung.

Eine Überweisung im Inland kommt bei entsprechender Beauftragung in Sekunden an, mit klarem Status und ohne Überraschungen. Dieselbe Zahlung nach London? Dauer ungewiss, fremde Gebühren unverbindlich, Kurs eine Blackbox und die Zustellbarkeit ist auch nicht garantiert. FinTechs haben aus dieser Lücke ein Geschäftsmodell gemacht. Die Frage ist: Was benötigt eine etablierte Bank, um hier mitzuhalten?

Für Instant Payments darf es keine EU-Grenze geben

Kunden vergleichen nicht mit der Konkurrenz, sie vergleichen mit ihrer letzten guten Erfahrung. Und die macht man im Inland: Betrag raus, Betrag da, Status jederzeit sichtbar. Im Ausland dagegen: Gebühren, die unterwegs abgezogen werden, ein Wechselkurs, den man erst hinterher erfährt, eine Laufzeit als Ratespiel.

Warum sollten Kunden im Ausland weniger erwarten als zu Hause? Sie tun es nicht mehr. Anbieter wie Wise und Revolut zeigen, dass Gebühr und Kurs vorab auf den Tisch gehören. Wer das einmal erlebt hat, fragt auch bei seiner Hausbank danach.

Kunden fragen nicht, wie kompliziert Auslandszahlungen sind. Sie fragen, warum sie nicht so einfach sind wie im Inland.

Swift Payments Scheme: ein Rahmen für alle

Swift hat mit dem Swift Payments Scheme genau darauf geantwortet. Es legt fest, was Kunden bei Auslandszahlungen erwarten dürfen: Transparenz über Gebühren und Wechselkurs vor der Freigabe, verlässliche Statusverfolgung und nahezu durchgehende Verfügbarkeit. Technisch bleibt es bewusst schlank: Das Scheme setzt auf dem etablierten CBPR+‑Format auf, kein neues Netz, kein neuer Standard.

Für Banken heißt das: Sie müssen nicht bei null anfangen. Sie können ihr Auslandsgeschäft auf einen gemeinsamen Regelrahmen heben und sich dort messen lassen, wo FinTechs heute punkten.

Was Banken dafür benötigen

Banken, die Interesse am Scheme bekunden, begleitet PPI mit dem TRAVIC-Payment Hub. Er übernimmt Verarbeitung, Kennzeichnung, Leitwegsteuerung und Statusführung, rund um die Uhr. Kundenkanal, Preisgestaltung und Kursmodell bleiben bei der Bank, denn dort entsteht das Produkt, das Kunden am Ende sehen.
 
Dass das mehr ist als ein Foliensatz, zeigt eine erste Teststrecke ins Vereinigte Königreich. Namen nennen wir an dieser Stelle nicht, über die Erfahrungen sprechen wir aber gern persönlich.

OCT Inst: Ein weiterer Baustein

Für Global Instant Payments ist die OCT-Inst-Readiness Ihres Instituts ebenfalls von hoher Bedeutung. Wie Sie das Scheme implementieren und welche Vorteile Ihr Institut daraus ziehen kann erfahren Sie in unserem Whitepaper:

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Dem Kunden zuhören

Etablierte Banken bringen mit, was sich nicht über Nacht aufbauen lässt: Vertrauen, Bilanz, gewachsene Kundenbeziehungen. Was ihren Kunden fehlt, ist ein transparentes Angebot für Auslandszahlungen, die sich anfühlen wie Inlandszahlungen. Mit dem Swift Payments Scheme gibt es einen Rahmen hierfür. Die Frage ist nicht, ob Banken hier mithalten können, sondern wann sie anfangen.

Wie ist das in Ihrem Haus?

Verfasst von

Thomas Riedel

Director Product Management

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