Retail Investment Strategy: Wie gut sind Banken vorbereitet?

Die Retail Investment Strategy (RIS) befindet sich auf der Zielgeraden. Sie sieht umfassende Anpassungen an den Bestimmungen von MiFID II für die Anlageberatung, Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfungen und neue Vorgaben beispielsweise zu Finfluencern vor. In unserer Marktstudie analysieren wir, wie sich die Banken in Deutschland auf die RIS vorbereiten, welche Vorteile sie sich erhoffen und welche Herausforderungen RIS für sie mit sich bringt.

Unsere Studie liefert eine Orientierung für Ihre RIS-Umsetzung:

  • Vorbereitungsstand deutscher Banken kompakt analysiert
  • Zentrale RIS-Handlungsfelder verständlich eingeordnet
  • Value for Money ist operativer Kernfokus
  • Aufwand, Kosten und IT-Auswirkungen im Überblick
  • Handlungsempfehlungen für die Roadmap

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Was die Retail Investment Strategy für Banken jetzt bedeutet

Die Retail Investment Strategy wird für Banken und Finanzinstitute zu einem anspruchsvollen Umsetzungsprogramm. Zwar gilt die politische Ausgestaltung als moderat, operativ entstehen jedoch erhebliche Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette – von Product Governance über Anlageberatung bis zu IT, Daten und Dokumentation. Der Großteil der Institute sieht sich noch in der Informationssammlung; gleichzeitig rechnen die meisten Institute mit steigenden laufenden Kosten und erheblichem IT- und Systemanpassungsaufwand.

Value for Money rückt in den Mittelpunkt

Ein Schwerpunkt der Retail Investment Strategy ist das Prinzip Value for Money. Besonders Vertreiber von Finanzinstrumenten sehen sich betroffen, während Hersteller laut Studie eine geringere Betroffenheit wahrnehmen.

Anpassungen an MiFID II eingeordnet

Die Studie ordnet die wichtigsten Themen der RIS praxisnah ein: standardisierte Kostenausweise, neue Anforderungen an Zuwendungen, Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung an das Marketing sowie ganz neu der Umgang mit Finfluencern. Obwohl Finfluencer medial stark diskutiert werden, bestehen bei den befragten Instituten bislang keine Berührungspunkte dazu.

Für Entscheider, Projektleiter und Fachexperten bietet die Studie eine fundierte Grundlage, um eine GAP-Analyse strukturiert anzugehen, Verantwortlichkeiten zu definieren, den Einfluss auf die Prozess- und Systemlandschaft zu bewerten, die Datenqualität zu validieren und somit die Roadmap zu gestalten.

Über die Studie

In Zusammenarbeit mit dem renommierten Marktforschungsinstitut forsa hat die PPI AG Experten aus 50 Instituten mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI – Computer Assisted Telephone Interview) anhand eines strukturierten Fragebogens befragt. Die Fragen drehen sich um den aktuellen Umsetzungsstand, die Einschätzung zu wesentlichen Neuerungen sowie die Auswirkungen der neuen Vorgaben. Die Studie wurde im Februar und März 2026 durchgeführt.

Die Studie setzt die Marktstudien der PPI AG zur MiFID-Regulatorik fort. In der Vergangenheit wurde bereits regelmäßig der MiFID-Umsetzungsstand in der deutschen Finanzindustrie erhoben und daraus ein MiFID-II-Readiness-Index entwickelt. Dieser Index diente als wichtiger Orientierungsrahmen für die Marktteilnehmer. Die Ergebnisse zeigten die Herausforderungen und Handlungsfelder auf, mit denen sich Finanzinstitute konfrontiert sahen.

Auch für die Umsetzung der Retail Investment Strategy plant die PPI AG die Entwicklung eines RIS-Readiness-Index. Dieser soll transparent aufzeigen, in welchem Umfang die deutsche Finanzindustrie die neuen regulatorischen Anforderungen der Retail Investment Strategy bereits umgesetzt hat.