Swift Case Management 2.0: Schnelleres E&I-Handling mit ISO 20022

Mit Swift Case Management 2.0 kommt ein künftig verpflichtender, neuer Standard für Exceptions & Investigations (E&I) und Cancellations bzw. Stop and Recall (S&R) über den Tracker-BIC TRCKCHZZ. Die heutigen bilateralen, MT-basierten Prozesse werden somit durch ein zentral orchestriertes Case Management abgelöst. In unserem Factsheet haben wir alle relevanten Informationen zu Swift Case Management 2.0 und wie Sie dies implementieren können zusammengetragen.

In unserem Factsheet lernen Sie:

  • Standardisierte E&I-Prozesse auf Basis ISO 20022
  • Schnellere Falllösung dank Smart Routing und Auto-Responses
  • End-to-End-Transparenz über Swift UETR Tracker TRCKCHZZ
  • Reduzierter manueller Aufwand durch strukturierte Nachrichtenformate.
  • Sichere Teilnahme an künftigen Swift-Zielprozessen ab 2027

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Warum jetzt auf Swift Case Management 2.0 umstellen?

Die weltweite Migration auf ISO 20022 Swift ist im Zahlungsverkehr weit vorangeschritten – in den Bereichen Exceptions & Investigations (E&I) und Stop and Recall (S&R) arbeiten viele Institute jedoch weiterhin mit unstrukturierten MT-Nachrichten und bilateralen Prozessen. Das neue Swift Case Management 2.0 beendet diese Fragmentierung und führt ein standardisiertes, fallbasiertes E&I-Handling über den zentralen Case Orchestrator und den Stop and Recall Service ein.

Kern des Zielbilds sind strukturierte Nachrichtenformate im MX-Standard: camt.110/camt.111 für E&I sowie camt.056/camt.029 für Cancellation und Stop and Recall. Ab November 2027 müssen diese über den Tracker-BIC TRCKCHZZ an den zentralen Orchestrator adressiert werden; MT-Nachrichten und In-flow-Translation-Services werden sukzessive abgeschaltet.

Über den Swift UETR Tracker werden Zahlungs- und Case-Daten end-to-end verbunden. Die UETR dient als durchgängiges Identifikationsmerkmal der Zahlung, während eine eigene End-to-End Investigation Reference (EIR) das Case Management steuert. Smart Routing, Data Prepopulation, Auto-Responses und automatisierte Statuserinnerungen erhöhen den STP-Grad deutlich und verkürzen Durchlaufzeiten.

Institute, die Swift Case Management 2.0 frühzeitig implementieren, sichern sich die volle Nutzung der E&I‑ und S&R‑Funktionalitäten, reduzieren operative Risiken und verbessern das Kundenerlebnis deutlich. Wer abwartet, riskiert steigenden manuellen Aufwand, regulatorische Lücken und strukturelle Wettbewerbsnachteile im Korrespondenzgeschäft.

Unser Factsheet bietet Ihnen die nötigen Informationen, um Swift Case Management 2.0 in Ihrem Institut implementieren zu können.

Häufige Fragen zu Swift Case Management 2.0

Was ist Swift Case Management 2.0?

Swift Case Management 2.0 ist das ISO 20022 basierte, standardisierte Verfahren für Exceptions & Investigations sowie Stop and Recall Fälle im Zahlungsverkehr; es nutzt strukturierte camt Nachrichten (z. B. camt.110/111 und camt.056/029) zur interoperablen Fallbearbeitung. Ziel ist automatisierte Nachverfolgung, höhere Datenqualität und zentralisierte Orchestrierung über Tracker Mechanismen.

Wie unterscheidet sich Swift Case Management 2.0 von klassischen Exceptions & Investigations-Ansätzen?

Im Unterschied zu klassischen E&I Ansätzen bringt Case Management 2.0 standardisierte XML Schemas statt MT-basierter und proprietärer Workarounds, reichhaltigere strukturierte Daten für besseres Matching und deutlich mehr Automatisierung. Zudem ermöglicht es zentrale Orchestrierung, Smart Routing und verbindlichere Abläufe statt punktueller, manueller Fallbearbeitung.

Was bedeutet die End-to-End Investigation Reference bzw. UETR für die Nachverfolgung?

Die End to End Investigation Reference (EIR) ist die eindeutige Kennung einer Nachforschung, die den Fall von Anfang bis Ende identifiziert und so eine automatische Zuordnung und Traceability aller Folge-Messages ermöglicht.
Die Unique End-to-End Transaction Reference (UETR) ist hingegen die eindeutige Kennung der betroffenen Zahlung. In Kombination mit Informationen aus dem Payment Tracker dient die UETR für die Lösung des Falls als Schlüssel für das zentrale Routing und schnelleres Troubleshooting.

Wie funktioniert Smart Routing und welche Parteien sind im Fallprozess beteiligt?

Smart Routing funktioniert über einen Case Orchestrator, der eingehende camt Nachrichten prüft, anhand von Regeln (UETR, BICs, Nachrichtentyp, Priorität) automatisch an zuständige Parteien weiterleitet, Enrichment und Validierung vornimmt und Eskalationen steuert. Am Prozess beteiligt sind Ordering/Originating Banks, Beneficiary/Receiving Banks, Intermediary/Correspondent Banks, der Case Orchestrator/Tracker (z. B. TRCKCHZZ), SWIFT als Transportnetzwerk sowie interne Ops/Investigation Teams und Payment Hubs. Antworten und Statusupdates laufen über camt Antworten (z. B. camt.029/camt.111) zurück.

Welche Fristen gelten für die Einführung, Empfang und verpflichtende Nutzung von Swift Case Management 2.0?

Verbindlicher Stichtag ist spätestens November 2027: Institute müssen bis dahin in der Lage sein, die relevanten ISO 20022 Case Nachrichten (camt.110/111, camt.056/029 u.ä.) zu empfangen und zu verarbeiten. Die Einführung erfolgt stufenweise (Vorbereitung → Implementierung → Tests → Produktivnahme) und es wird empfohlen, Empfangs und Sendefähigkeit sowie Interoperabilität deutlich vor dem Stichtag sicherzustellen.