Vor allem den erforderlichen Aufwand in Bezug auf Zuwendungen und zur Geeignetheitsprüfung sieht knapp die Hälfte der Studienteilnehmer als eher hoch oder sehr hoch an. Insbesondere die Hersteller von Anlageprodukten (67 %) erwarten große Anstrengungen, um das neue Preisbildungsverfahren „Value for Money“ umzusetzen. Demgegenüber scheint das Thema Finfluencer bei der breiten Masse der Institute keine Rolle zu spielen: Keines der 50 befragten Institute arbeitet mit ihnen zusammen.
MiFID-Expertin Sandra Reinhard plädiert angesichts des zu erwartenden Aufwands für eine Änderung der derzeitigen Wartetaktik: „Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig mit den neuen Vorgaben zu befassen. Wie wir bereits aus der Umsetzung der MiFID II-Vorgaben wissen, kosten die nötigen Anpassungen an IT– und Beratungsprozessen Zeit und andere Ressourcen. Daher sollten Institute bereits heute klare Prioritäten nach Aufwand- und Nutzengesichtspunkten setzen. Frühzeitige Weichenstellungen verhindern Engpässe in der Zukunft.“

