Studie: KI ist das New Normal für Versicherungskernsysteme

  • 24.09.2026
  • Lesezeit 3 Minuten
Mockup SHUK 2026

KI-Funktionen, die Anbieter von Versicherungssoftware noch 2025 neu implementiert oder erst geplant hatten, sind 2026 bereits flächendeckend produktiv im Einsatz. Damit reagieren die Hersteller auf eine hohe Nachfrage der Versicherer. Das geht aus einem aktuellen Marktüberblick der PPI AG hervor. Das Software- und Beratungshaus befragte 18 Hersteller von Systemen, die den Komposit-Bereich komplett abdecken.

Von 18 befragten Herstellern setzen 13 Generative KI produktiv ein – rund 72 %. Gefolgt wird diese Funktion von Textverständnis (NLP) und Dokumentenerkennung (OCR/IDP) mit 67 % und Chatbots, Prozessautomatisierung und KI-Agenten mit Tool-Nutzung mit jeweils 61 %. Zum Vergleich: In der Vorgängerbefragung 2025 war Datenanalyse mit 58 % die am weitesten verbreitete implementierte KI-Funktion bei den befragten Herstellern.

Damit reagieren die Anbieter auf die Nachfrage am Markt: 2025 gaben Versicherer an, dass KI die Technologie mit der größten strategischen Bedeutung in Bestandsverwaltung und Schadenmanagement in den kommenden Jahren sei.

„Bei künstlicher Intelligenz reden wir nicht mehr über ihr theoretisches Potenzial, sondern über den praktischen, produktiven Einsatz“, sagt Tobias Kohl, Partner bei der PPI AG, „und mit Agentic AI, also größtenteils autonom handelnden KI-Modellen, zeichnet sich bereits die nächste Entwicklung ab.“

Bereits die Hälfte der Hersteller gab an, die eigene Daten- und Analyseplattform für den Einsatz von Agentic AI vorbereitet zu haben. Die andere Hälfte hat dies bereits teilweise umgesetzt oder es befindet sich in der Pilot- oder Planungsphase. Kein Hersteller gab an, Agentic AI nicht unterstützen zu wollen. Zur Unterstützung der KI-Agenten bieten 3 von 10 Herstellern darüber hinaus eine universelle KI-Schnittstelle über einen MCP-Layer an.

„Mit ihren Plattformen und MCP-Schnittstellen liefern die Hersteller die nötige Mechanik, mit der Versicherungsunternehmen KI-Agenten direkt im Kernsystem einsetzen können“, erklärt Kohl. „Wie dieser Einsatz aussieht, liegt allerdings bei den Versicherern selbst: Berechtigungen, Vier-Augen-Prinzip und Co. müssen sie selbst definieren.“
KI-Agenten werden die Hersteller auch in Zukunft beschäftigen: 11 von 18 Herstellern möchten in den nächsten 12 bis 24 Monaten den Fokus auf die Entwicklung von autonomen KI-Agenten und Prozessautomatisierung durch KI legen – kein anderes Thema wurde häufiger genannt.

Über die Studie

Die Studie „Neue Trends im Standardsoftwaremarkt“ ist die sechste aktualisierte Auflage zur Studie „IT-Plattformen für den Versicherungsbetrieb SHUK“ (SHUK 2026). Sie vergleicht 18 Anbieter von Standard-Software hinsichtlich der gebotenen Funktionen und der verfügbaren Betriebsmodelle. Interessierte Versicherer und Makler können sich die Studienergebnisse persönlich vorstellen lassen oder eine gekürzte Fassung auf der Webseite der PPI AG herunterladen. Mehr Informationen:

About PPI AG

PPI AG specialises in software products and consulting in payments and is the market leader for payments solutions. PPI's product suite offers the complete payments process chain for banks by a single-source provider – from the customer-to-bank communication through core processing of payments up to interbank communication. The consulting portfolio includes both strategic and bank-technical consulting as well as IT consulting relating to payments. PPI advises its customers on topics such as regulation, instant payments, SEPA, high-value and cross-border, mass and card-based payments. As a steadily growing, family-owned stock company, PPI AG and its over 900 employees are entirely focussed on our customers' success – with more than 300 employees in the field of payments.

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Medienkontakt

 Geerd Lukaßen PPI AG

Geerd Lukaßen

Pressesprecher

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